Testament schreiben

Wer ein Testament schreiben möchte, ist oft unsicher, wie er das genau tun soll. Diese Unsicherheit sollte aber auf keinen Fall dazu führen gar kein Testament zu schreiben.

Sinn und Zweck eines Testamentes ist es, den eigenen letzen Willen geltend zu machen und einen Streit unter den potentiellen Erben zu verhindern. Wenn Sie einige grundlegende Regeln beachten, gelingt die Erstellung eines rechtskräftigen Testaments problemlos.

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Testament schreiben – eigenhändig

Das Hinzuziehen eines Notars ist in vielen Fällen einer Testament-Erstellung nicht notwendig. Bei komplizierten Erbfragen, nicht Volljährigen oder bei Zweifeln an der Geistesklarheit und Testierfähigkeit des Erblassers allerdings, ist die Beratung durch einen Notar sinnvoll bzw. notwendig. Sie können ihr Testament schreiben und es anschließend dem Notar überreichen. Wenn Sie es selbst schreien, muss dies immer in voller Länge eigenhändig geschehen, damit es rechtskräftig ist.

 

Testament schreiben – Formerfordernisse

Bei dem handschriftlichen oder so genannten holographischen Testament sollten Sie bestimmte Grundregeln beachten, um keine Zweifel an Ihrem letzen Willen aufkommen zu lassen. Viele Fehlerquellen beim Testament-Schreiben sind Kleinigkeiten, die der Erblasser mühelos hätte umgehen können.

» Niederschrift: Das holographische Testament muss von Ihnen selbst vollständig mit der Hand niedergeschrieben werden. Es ist nicht ausreichend einen Maschinen geschriebenen Text mit der Hand zu unterschreiben.
» Schreiben Sie möglichst leserlich.
» Genaue Angaben: Fügen Sie den Ort und das Datum hinzu. Kennzeichnen Sie, wie viele Blätter Ihr letzter Wille umfasst und ob Anlagen hinzugefügt wurden.
» Unterschrift: Unterschreiben Sie mit Ihrem vollständigen Namen unter dem letzen Textabschnitt, sie sollten nicht an der Seite oder anderswo unterschreiben. Fügen Sie nach einer Änderung nochmals eine Unterschrift und die Orts- und Zeitangabe hinzu.
» Ausdruck: Schreiben Sie in einfachen, klaren Sätzen und geben Sie unmissverständlich an, wer Ihr Erbe oder Ihre Erben sind. Je deutlicher Sie sich beim Testament-Schreiben ausdrücken, desto sicherer können Sie sein, Streitigkeiten zu vermeiden.
» Gesetzliche Bestimmungen: Schreiben Sie Ihr Testament im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen wie sie im BGB Erbrecht niedergelegt wurden. Wichtig ist beispielsweise, dass Sie die Regelungen zum Pflichtteil beachten.

» Vorherige Testamente beachten Falls Sie bereits ein- oder mehrmals ein Testament verfasst haben, müssen Sie sicherstellen, dass das letzte Testament das rechtsgültige ist. Vernichten Sie ungültige Versionen und widerrufen Sie vorsorglich alle früheren Testamente.
» Aufbewahrung: Nach dem Testament-Schreiben sollten Sie sich auch um eine geeignete Aufbewahrung kümmern. Günstig ist es, wenn das Testament gut als solches erkannt wird, etwa weil Sie es mit der passenden Überschrift versehen haben. Sollten Sie daran zweifeln, dass das Testament gefunden oder beachtet wird, können Sie es dem Amtsgericht Ihres Wohnsitzes zur Aufbewahrung überreichen.